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Windows-CD entschlacken

Mit nLite können Sie Komponenten von der Windows-CD entfernen, die Sie nicht benötigen und die CD an Ihre Wünsche und Gewohnheiten anpassen.



nLite ist ein kostenloses Programm, das es Ihnen erlaubt Ihre Windows-XP-CD einzulesen, Komponenten zu entfernen, Einstellungen vorzunehmen und das Ganze dann wieder auf eine neue CD-ROM zu brennen.

Es ist sehr sinnvoll, statt einer generischen CD eine angepasste zu verwenden. Zum einen sparen Sie dadurch Zeit, weil bestimmte Einstellungen wie CD-Key-Eingabe oder Länderkennung schon vor der Installation festgelegt werden können. Wichtiger ist aber, dass Sie durch das Entfernen von unbenötigten Komponenten wie Treiber, Programme und Sprachen Speicherplatz auf der CD und später auf der Festplatte sowie Ressourcen in Form von Arbeitsspeicher und Registrygröße sparen. Dies kann mitunter große Performancevorteile mit sich bringen.

Um Ihre Windows-CD zu optimieren, laden Sie sich zunächst nLite herunter und installieren das Programm. Nachdem Sie das Programm gestartet haben, müssen Sie zunächst Ihre Sprache auswählen, was in der Regel Deutsch sein sollte. Nachdem Sie auf Weiter geklickt haben, sollten Sie jetzt Ihre XP-CD ins CD-ROM-Laufwerk einlegen. Wählen Sie dann den Pfad zum Laufwerk über Suchen... aus. Da wir die Inhalte einer CD bearbeiten möchten auf die nicht geschrieben werden kann, müssen Sie einen temporären Pfad anlegen, in den der Inhalt der CD kopiert werden kann. Nachdem der Kopiervorgang abgeschlossen ist werden Ihnen Informationen zur CD-Version angezeigt.

CD-Informationen in nLite

Im folgenden Dialog könnten Sie bereits vorgenommene Änderungen importieren. Da dies allerdings der erste nLite-Durchgang ist, gibt es noch keine Vorlagen. Nach Klick auf Weiter können Sie auswählen, was Sie an der XP-CD verändern möchten. Im Einzelnen:

Servicepack: Ein komplettes Servicepack in die CD integrieren. Dazu benötigen Sie das Servicepack als EXE-Datei.

Hotfixes, Updatepacks und Addons: Windowsupdates und ganze Update-Packs z.B. von German nLite einbinden.

Treiber: Treiber in Form von INF-Dateien einbinden. Sehr wichtig insbesondere für S-ATA-Controller. Ich empfehle in der Regel aber, immer die neusten Treiber bei der Neuinstallation zu installieren.

Komponenten: Entfernen von Programmen wie MSN-Messenger oder die Windows-Spiele von der Windows-CD.

Unbeaufsichtigte Installation: Bei der unbeaufsichtigten Installation können Einstellungen vorgenommen werden, die normalerweise erst während der Installation festgelegt werden können. Dadurch kann die Installation (theoretisch) ohne eine Benutzereingabe an einem Stück durchlaufen.

Optionen: Allgemeine Einstellungen für die Installation. Dazu später mehr.

Tweaks: Systemeinstellungen z.B. für Explorer oder Taskleiste festlegen.

Bootfähiges ISO-Image: Ein Image ist eine vollständige CD in Dateiform. Sie können aus diesem Image später beliebig oft eine CD brennen.

Für diesen Artikel wähle ich hier alle Optionen aus.

Schrittauswahl

Je nach dem, ob Sie die Option Servicepack ausgewählt haben, können Sie nun ein Servicepack in die Windows-CD integrieren. Dies ist meist deutlich sinnvoller, als nach der Installation ein Servicepack zu installieren, da es Zeit spart und Problemen vorbeugt, da die betreffenden Dateien auf der CD direkt ersetzt werden.

Um ein SP zu integrieren, benötigen Sie die vollständige (mehrere MB große) Version in EXE-Form. Diese erhalten Sie bei Microsoft.

Nachdem Sie die EXE-Datei über Suche ausgewählt haben, beginnt auch sofort die Integration. Dieser Vorgang kann etwas dauern, da das Archiv zunächst entpackt werden muss.

Integration des SP3 in nLite

Sie können nun Updatepacks und andere Erweiterungen einbinden. Über Einfügen wählen Sie die Elemente aus, die integriert werden sollen.

Updatepacks integrieren

Im nächsten Schritt können Sie nun Treiber in die neue XP-CD integrieren. Wenn Sie einen S-ATA-Controller haben, den Windows nicht kennt, können Sie hier den Treiber einbinden, damit Sie bei der späteren Installation keine Treiberdiskette einlegen müssen.

Achten Sie darauf, dass Sie Treiber für die richtige Windows-Version und Architektur einbinden.

Treiberintegration mit nLite

Wir kommen nun zum wichtigsten Schritt der Anpassung: das Entfernen von Komponenten. Zunächst wählen Sie aus, welche Funktionalität Sie auf jeden Fall benötigen. Zugehörige Komponenten werden dann erst gar nicht angezeigt. Danach haben Sie die Möglichkeit, nicht benötigte Komponenten von der Installations-CD zu entfernen (ein Haken entfernt eine Komponente!). Beachten Sie allerdings, dass es später sehr schwierig sein kann, ungewollt entfernte Komponenten wieder nachzuinstallieren. nLite zeigt Ihnen zu jeder Optionen einen kurzen Informationstext an.

Das Entfernen von Komponenten bringt Ihnen auf jeden Fall eine Speicherplatzersparnis auf der Windows-CD. Würde die Komponente normalerweise auf die Festplatte gespeichert werden, spart es Ihnen auch dort Platz. Würde die Komponente installiert werden, haben Sie zusätzlich weniger Registryeinträge im System, was dies flotter macht. Wenn die Komponente dann auch noch beim Systemstart mitgeladen würde, sparen Sie sogar wertvollen Arbeitsspeicher. Zudem wird Ihr System auch weniger anfällig für Angriffe von außen, da nur die Software installiert wird, die Sie auch wirklich benötigen. Jedes zusätzliche Stück an Software bringt potentiell Sicherheitslücken und Risiken mit sich.

Komponenten entfernen

Mit der unbeaufsichtigten Installation haben Sie nun die Möglichkeit, Systemeinstellungen im Vorraus für den Autostart, die Benutzerkonfiguration, die Systemwiederherstellung, das Netzwerk, die Regionaleinstellungen, die Updates und ähnliches einzustellen. Da die Optionen in der Regel selbsterklärend sind, möchte ich hier nicht näher auf sie eingehen.

Unbeaufsichtigte Installation

In den Optionen können Sie nun allgemeine Einstellungen für die XP-CD treffen (z.B.: soll ein Mindestwert an Arbeitsspeicher für die Installation erforderlich sein?).

Um die Installation kompakter zu gestalten können Sie Doppelte Dateien entfernen und Zusammenfügen auf Aktiviert stellen. Die restlichen Optionen sollten in der Regel passen. Im Register Patches können Sie verschiedene Systemeinstellungen anpassen. Interessant sind hier vor allem Punkt 1 und 3, da dies Änderungen sind, die später nur mit mehr Aufwand zu erreichen sind.

Optionen

Im nächsten Schritt können Sie Systemeinstellungen vornehmen. Dies ist sehr praktisch, da Sie hier viele Einstellungen auf einer Seite zusammen haben, die im System selbst an verschiedenen Stellen (teils versteckt) zu finden sind.

Tweaks festlegen

Als nächstes werden die gemachten Einstellungen auf die Dateien im temporären Verzeichnis angewendet. Dies kann je nach Konfiguration eine Weile dauern.

Am Ende des Vorgangs wird Ihnen angezeigt, wieviel Platz auf der CD-ROM Sie eingespart haben.

Übernehmen der Konfiguration

Abschließend können Sie nun ein ISO-Image erzeugen oder die neuen Daten direkt auf eine CD brennen. Dieser Vorgang kann auch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Achten Sie darauf, dass Sie nicht auf Weiter, sondern auf ISO-Image erstellen klicken.

ISO-Image erstellen


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Allgemeine Informationen


Dieser Artikel wurde am 29.06.2008 erstellt und bisher 305 mal aufgerufen. Wenn Sie Fragen zu diesem Artikel haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an info@computerleben.net. Supportanfragen werden ausschließlich im Forum beantwortet.